Schwaben International

Flug u. Reisespecials

Kultur > Reiseberichte

Reif für die Insel – Reiseimpressionen durch die griechische Inselwelt
Heiße Rhythmen und Klänge im Land des Sambas – Beeindruckende Rundreise durch Brasilien
Fazinierdendes Chile – Land zwischen Wüste und Eis
Der Sonne entgegen – maurische Pracht in Andalusien
La vida „Loca“ – swingende Jazzklänge in den Anden. Konzertreise der Lehrer Big Band Bayern nach Chile
Wo Träume in Erfüllung gehen – Der Fanfarenzug aus dem badischen Zell tourte durch Brasilien
Polen glänzt mit schönen Städten, unverfälschter Natur und herzlicher Gastfreundschaft
Auf den Spuren der Auswanderer
Die Fellbacher Trollinger auf Chorreise in Irland
Auf dem Pferderücken über die 5th Avenue
Ein Koffer voller Erwartungen

Reif für die Insel – Reiseimpressionen durch die griechische Inselwelt Zum Seitenanfang

An einem Sonntag trafen sich rund 30 Personen aus Nord- und Süddeutschland auf dem Flughafen von Zürich zum Weiterflug nach Griechenland. Die meisten kannten sich von den früheren „Bürgermeisterreisen“ und schnell kam eine gute Stimmung auf. Barbara Rükgauer, Bereichsleiterin Reisen bei Schwaben International und Griechenlandbegeisterte, berichtet von herrlichen Erlebnissen beim Streifzug durch die Inselwelt der Kykladen.

In Athen wurden wir von unserem netten Reiseleiter Aristedes, der uns auf der ganzen Reise begleitete, erwartet und zu unserem Hotel gebracht. Von der Dachterrasse hatte man einen herrlichen Ausblick auf den Parthenon, den Tempel der Stadtgöttin Pallas Athena. Am ersten Tag stand eine Stadtrundfahrt durch Athen auf dem Programm. Nichts erinnerte mehr an die Stadt, die ich bereits vor etwa 30 Jahren besucht habe. Seit der Olympiade 2004 hat sich hier viel verändert. Grünzonen statt Smog, Normalverkehr statt endlose Staus und freundliche Menschen statt Alltagshektik. Nur die Akropolis, das antike Wahrzeichen Athens, thront nach wie vor über der Hauptstadt Griechenlands wie in alten Zeiten.

Am Nachmittag ging es mit einer großen Fähre auf die nördlichste Insel der Kykladen nach Andros, das wir am nächsten Tag auf einer Rundfahrt kennenlernten. Das fruchtbare Andros ist sehr grün und hat so viel Wasser, dass es sogar in Flaschen abgefüllt werden kann. „Sariza“ wird in ganz Griechenland verkauft und schmeckt hervorragend. Doch vor allem ist Andros eine Reederinsel, was man an den stolzen Prachtbauten erkennen kann. Unser Hotel befand sich in dem kleinen Fischerdorf Batsi und vom Balkon aus hatte man einen einmaligen Ausblick auf das tiefblaue Wasser der Ägäis. Tags drauf brachte uns die Fähre auf die Pilgerinsel Tinos. Prunkstück des „griechischen Lourdes“ ist die orthodoxe Wallfahrtskirche Evangelistria. Jedes Jahr pilgern Tausende von Gläubigen aus ganz Griechenland hierher, um die Kirche der Jungfrau Maria zu sehen, in der Hoffnung, dass diese ihnen ein Wunder vollbringt. Wir hatten Glück und durften einer Messe beiwohnen.

Sagenumwobenes Mykonos
Mykonos, eine typisch griechische Kykladeninsel wie aus dem Bilderbuch: strahlend weiß getünchte Häuser, tiefblaue Türen und Fensterläden, blumengeschmückte Balkone, Windmühlen und nicht zu vergessen das blaue, glasklare Meer. Die vielen kleinen Cafés und Tavernen luden zum Verweilen ein und die hübschen Geschäfte zum Bummeln. Von Mykonos aus machten wir einen Tagesausflug zur Museumsinsel Delos, wo wir die antiken Heiligtümer und Mosaike bestaunen konnten. Der Boden
der Insel galt als derart heilig, dass niemand hier geboren werden oder sterben durfte. Tote bestattete man auf der benachbarten Friedhofsinsel Rhenia. In der griechischen Mythologie war Delos der Geburtsort des Gottes Apollon. Heute ist fast die gesamte Insel ein gigantisches Open-Air-Museum.

Inselperle Naxos und Vulkaninsel Santorini
Am nächsten Tag ging es mit der Fähre weiter nach Naxos, die größte KykladenInsel. Die Einzigartigkeit verdankt sie ihrer vielfältigen Landschaft. Abseits vom Massentourismus bietet Naxos nicht nur wunderschöne Sandstrände und kristallklares, türkisblaues Wasser, sondern auch grüne Ebenen nebst rauen, zerklüfteten Gebirgszügen sowie unzählige antike und mittelalterliche Sehenswürdigkeiten. Naxos ist in weiten Teilen ursprünglich geblieben und Besucher, die es ein wenig landestypischer mögen, fühlen sich hier pudelwohl.

Nächster Höhepunkt: die Insel Santorini, zweifellos eine der schönsten und beliebtesten Inseln. Sie ist vulkanischen Ursprungs, wie man unschwer an ihrer Form und am Vulkangestein erkennen kann. Das Wasser ist dafür umso klarer und schöner. Auf Santorini besuchten wir den Ort Oia mit seiner fantastischen Kykladenarchitektur, der wie ein Schwalbennest in den Fels gebaut ist, und Fira, das in 200 Metern über dem Meerdirekt am Kraterrand liegt und von wo aus man über 687 Stufen einer gewundenen Serpentine den Hafen Skala erreicht. Diesen erlebnisreichen Tag schlossen wir nach einer entspannten Fährüberfahrt auf die Nachbarinsel Paros mit einem guten Tropfen Retsina in einer typisch griechischen Taverne ab.

Von Paros zum traditionellen Antiparos
Seit dem Altertum ist Paros für seinen weißen Marmor bekannt. In der Inselmitte erhebt sich der über 700 Meter hohe Berg Profitis Ilias. An seiner Nordseite befand sich die Lagerstätte des kostbaren Marmors, welchen wir auf einer Inselrundfahrt bewundern konnten. Wir besuchten die Inselhauptstadt Parikia mit ihren weiß getünchten Häuschen und ihren kleinen Kirchen mit leuchtend blauen Kuppeln. Gegen Mittag erreichten wir das idyllische Bergdorf Lefkes im Landeinneren, wo wir eine gemütliche Kaffeepause einlegten. Von hier hat man eine unglaubliche Aussicht über einen Teil der Insel und bis nach Naxos hinüber. Unser Hotel befand sich im malerischen Fischerhafen von Naoussa direkt am azurblauen Meer und jeder genoss den freien Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein.

Am letzten Tag ging es nach Antiparos, das nur 1,5 km von Paros getrennt ist. Antiparos ist eine sehr kleine, beschauliche Insel mit dem Hauptort Antiparos im typischen Kyladenstil mit einem idyllischen Fischerhafen und engen Gassen mit weiß getünchten Häusern. Andere Dörfer gibt es auf der Insel nicht. Das Leben ist hier noch weitgehend traditionell: Die Männer sitzen ohne ihre Frauen im Kafenio und spielen Tavli (Backgammon) oder Karten. Im Hafen flicken die Fischer ihre Netze. In der Hauptgasse, die vom Hafen nach Antiparos führt, befinden sich die meisten Läden und Tavernen, wo wir unsere Mittagspause verbrachten.

Dann fuhren wir mit einer ganz großen Fähre zurück nach Athen. Erfüllt von den schönen Eindrücken und Erlebnissen ließen wir das einmalig schöne „Inselhopping“ in den Kykladen Revue passieren, das uns sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Heiße Rhythmen und Klänge im Land des Sambas – Brasilien Zum Seitenanfang

Der 20. Oktober 2016 bildete für 36 prächtig gelaunte Oberschwaben den Auftakt zu einer zauberhaften Reise ins ferne Brasilien. Organisatoren der Tour waren Schwaben International und Michael Horn von den Altentrommlern Ravensburg, die bereits für New York im Jahr 2000 ein tolles Team bildeten. Regina und Michael Krumm berichten von den schönen Erlebnissen dieser Reise.

Die erste Etappe unserer Reise führte uns nach Joinville, einer Stadt mit 490.000 Einwohnern eine Flugstunde südlich von São
Paulo an der Küste von Paraná. Dort erhielten wir eine interessante Betriebsführung eines weltweit tätigen oberschwäbischen Unternehmers durch seine hochmoderne Dependance in Brasilien. Bestens informiert und wohl gestärkt fuhren wir weiter nach Blumenau im südlichen Bundesstaat Santa Catarina.

Die knapp 300.000 Einwohner zählende Stadt entstand im 19. Jahrhundert infolge einer großen europäischen Einwanderungswelle. Angeführt von dem Arzt Dr. Hermann Blumenau zählte auch eine Gruppe armer Hunsrücker Bauern dazu. Bei einer Stadtrundfahrt konnten wir uns davon überzeugen, dass man überall die deutschen Einflüsse, so in Architektur und Gasthäusern erkennen kann. Es gibt seit 1983 ein Oktoberfest, das national und international bekannt ist und gleich hinter dem Karneval von Rio und dem Münchner Oktoberfest rangiert. Hier hatten die Altentrommler Ravensburg ihre ersten beiden vielumjubelten Auftritte nachmittags auf dem Festzug und abends in einer der vollbesetzten Hallen des Oktoberfestes.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf ins 30 Kilometer entfernte Pomerode, die „deutscheste“ Stadt im riesigen Brasilien,
in der etwa 80 Prozent der Bevölkerung noch Deutsch sprechen können. Es gibt ein Museum über die Geschichte der deutschen Einwanderer, eine Brauerei mit Gaststätte namens Schornstein und ein Café „Tortenparadies“. Vor dem Teatro Municipal do Pomerode spielten die Altentrommler den zahlreich erschienen Bürgern ein Ständchen.

Foz do Iguaçu – ein gewaltiges Naturschauspiel
Die nächste Etappe unserer wundervollen Reise waren die weltberühmten Wasserfälle von Foz do Iguaçu mit der wilden Teufelsschlucht im Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Argentinien, ein gewaltiges Naturschauspiel von überwältigender Schönheit.

Der Nationalpark mit seinen spektakulären 275 einzelnen Wasserfällen ist umgeben von intaktem Regenwald. Wir genossen das grandiose Spektakel am ersten Tag bei strahlendem Sonnenschein, knapp 40 Grad Celsius und extrem hoher Luftfeuchtigkeit auf brasilianischer Seite. Am Folgetag begaben wir uns bei bedecktem Wetter und moderateren Temperaturen auf die argentinische Seite. Die Bootstour unmittelbar vor die Wasserfälle mit Rückfahrt auf einem Lastwagen mit offener Pritsche durch den Regenwald war allerdings beeinträchtigt von einem gewaltigen tropischen Regenschauer.

Im Rhythmus von Rio de Janeiro
Ein Highlight unserer Tour waren die folgenden drei Tage in Rio de Janeiro. Kaum angekommen nahmen wir bei sensationellem Wetter die Zahnradbahn hinauf zum Corcovado mit der weltberühmten Christusstatue. Überwältigt von den atemberaubenden Ausblicken auf die Stadt, die Strände, das Küstengebirge und das Maracanã-Stadion verweilten wir lange an diesem wundervollen Ort, von dem aus einem die ganze Pracht und Schönheit von Rio zu Füßen liegt.

Bei phantastischem Wetter erklommen wir in einer vollverglasten Schweizer Seilbahn den Gipfel des beeindruckend am Meer gelegenen Pão de Açúcar mit einem großartigen Panoramablick auf die Stadt und die Copacabana. Anschließend besichtigten
wir die Catedral Metropolitana, deren Glaskegel einen interessanten Blickfang im Kreise glitzernder Hochhäuser bildet. Auf der Terrasse der Residenz des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland hatten wir unseren letzten Auftritt.

Die Abende in Rio verbrachten wir nach dem Essen an der Copacabana in einer der zahlreichen Caipirinha-Bars. Ein harter Kern ließ die dann schon angebrochene Nacht in einer gemütlichen Kneipe in Hotelnähe bei einem Schlummerbier langsam ausklingen. Während es für die meisten nun Abschied nehmen hieß von einem beeindruckenden Land, konnte Familie Krumm
noch ein paar Tage länger das Land genießen, beginnend in dem drei Autostunden entfernten Paraty.

Paraty und Ilha Grande
Die farbenprächtigen Häuser der Altstadt von Paraty legen bis heute ein Zeugnis von ihrer kolonialen Vergangenheit ab. Hinter
der Stadt erheben sich die vom Regenwald bedeckten Berge. Gleichzeitig ist man zu Fuß in kürzester Zeit am Meeresstrand.
Im wunderschönen Garten der zentral gelegenen Pousada genossen wir die Ruhe und erholten uns mit Lesen und Sonnenbaden vom Trubel der vorangegangenen Tage. Abends schlenderten wir durch das autofreie historische Stadtzentrum mit seinen Boutiquen und Restaurants mit Livemusik.

Nach drei Tagen wurden wir zum Schiffstransfer auf die Ilha Grande begleitet. Auf der 190 Quadratkilometer großen Insel gibt
es keine Autos. Das Inselparadies hat sich in jüngster Zeit zu einem beliebten Ziel brasilianischer Sonnenanbeter und internationaler Backpacker entwickelt. Die folgenden Tage verbrachten wir mit Ausflügen zu den verschiedensten Stränden und mit kleineren Wanderungen durch den dichten Regenwald.

Der Rücktransfer von der Ilha Grande per Schiff und Kleinbus zurück zum Check-in am Flughafen in Rio funktionierte wunderbar. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Schwaben International für das sehr gelungene Rund-um-sorglos-Paket und an die gesamte Reisegruppe für die phantastische Stimmung und die einzigartige Harmonie.

Das Altentrommlerkorps – ein Leben lang Freundschaft und Tradition

Die Ravensburger Altentrommler gibt es schon seit über 100 Jahren. Das ehrenvolle Amt eines Altentrommlers hat man auf Lebenszeit inne. Im Rahmen des Rutenfestes sind mittlerweile 25 Altentrommler auf den Straßen und Plätzen der einstigen Reichsstadt unterwegs, um den Bürgern durch ihr „Antrommeln“ Freude zu bereiten.
Weitere Informationen unter www.altentrommler.de.

Fotos: M. Krumm, E. Ruetz

Faszinierendes Chile – Land zwischen Wüste und EisZum Seitenanfang

Eine 15-tägige Erlebnisreise durch Chile wie ein großartiger Kinofilm

Film ab! – Für neun Schwaben begann in Frankfurt an einem regnerischen Samstagabend im Oktober 2016 ein Erlebniskino vom feinsten. Regie dieses zauberhaften Filmes führte das Team von Schwaben International und Gero Michael Meyer, einer der Protagonisten, führt Sie durch ein faszinierendes Land am anderen Ende der Welt.

chile03Die aufgehende Sonne über Argentinien lässt den schläfrigen Fluggast einen Blick auf die tiefe Weite werfen. Mit einem Ruck ist die Faszination da: anderthalb Stunden quert der Flieger die schier unüberwindlichen Anden, um im Frühling am gefühlten anderen Ende der Welt zu landen. Hannes, unser Reisebegleiter, hat keine Mühe, die Ankömmlinge in angemessenem Tempo zu den unterschiedlichsten Zielen in der sonntäglichen Metropole Santiago zu begleiten: zum Palacio Moneda, zum Historischen Nationalmuseum, zum Mercado Central in Pablo Nerudas Bellavista und zum Cerro San Cristobal, auf dem die Städter die ersten Frühlingssonnenstrahlen genießen.

chile02Der folgende Montag ist Feiertag und bietet Gelegenheit zum ausgiebigen Besuch der Geschäftsstelle des Deutsch-Chilenischen Bundes. Diese private Kultureinrichtung mit ihren Funktionen und interkulturellen Angeboten kann von Don Christian Kroneberg und Schwester Ursula nicht gastfreundlicher präsentiert werden.

Die Grenzenlosigkeit der Wüste
Mit dem Flugzeug ist die Wüste von der Hauptstadt nicht weit. Doch schon im Anflug auf Calama ist die Größe bereits zu ahnen. Jenny, unsere Chilenin aus Kiel, begleitet die Gruppe in die Oase Chiu-Chiu mit ihrem zeitvergessenen Charme zu einem klimachile05tischen wie kulinarischen Tapetenwechsel. Entlang des Río Loa geht es zur Inka-Festung Pucana de Lasana, die wie konserviert wirkt: Stein auf Stein. Das betörend warme Abendlicht bringt uns in die Oase San Pedro de Atacama, deren geschäftiges Treiben das authentische Leben der Wüstenbewohner so gar nicht wirklich widerspiegeln will. Und dennoch verströmt es eine abenteuerliche Magie.

Die Salzwüste Laguna de Chaxa beherbergt eine nicht vermutete Vielfalt von Leben. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, denn unsere Reise brachte uns weiter zur Mondlandschaft des Valle de la Luna. Trotz der Besucherschwärme fanden wir nach ein paar Schritten genau das, was die Wüste wunderbar macht: Stille und Grenzenlosigkeit. Wie um alles Erlebte noch tiefer in der Seele zu verhaften, lädt Jennys Familie uns zum Erzählen beim ‚asado‘, einem chilenischen Grillgelage, mit Pisco und Carne ein. Unter dem vollkommenen nächtlichen Sternengewölbe zockelt Alex‘ Kleinbus auf 4.200 Metern Höhe zu den Geysiren des El Tatio. Das heiße Wasser aus der frostkalten Erde dampfen zu sehen, ist magisch. Beim Frühstück im Morgengrauen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu spüren, das hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck.

Auf deutschen Spuren in Chile
Für uns geht es weiter in den grünen Süden. Auf halber Strecke machen wir Stopp in Valdivia, das sich mit einem unverwechselbaren Gesicht zeigt: Regen. Dchile07ie Heimat so mancher Austauschschüler öffnet sich uns schrittweise bei der Begegnung mit den Verantwortlichen des Instituto Alemán Carlos Anwandter. Beim Besuch des Samstagsmarktes macht die Fülle, Größe und Frische der Lebensmittel deutlich, dass Gott mit Chile wirklich ein Stück Paradies auf unserem Planeten geschaffen zu haben scheint.

Niebla, wo alle europäischen Seefahrer den Weg ins Landesinnere gefunden haben, lässt uns die Wildheit des Wetters nachempfinden. Frischer Fisch zum späten Mittagessen hilft, die Rauheit der conquistadores im Vergangenen zu versenken. Dann reißt der Himmel auf. Der gewohnte Regen verzieht sich und auf der Fahrt über Frutillar, eine beeindruckend stilvolle Siedlung deutscher Einwanderer am Rand des Lago Llanquihue, nach Puerto Varas spielt die Sonne mit Hilfe der Wolken Farbenspiele, die die Vulkanlandschaft mit dem mächtigen Osorno im Hintergrund fast kitschig schön erscheinen lassen.

Paradiesisch grüner Süden
Die Fahrt zur Insel Chiloé – an sich schon von landschaftlichem und historischem Reiz – wird zum chile01beeindruckenden Schauspiel unter der Dramaturgie der Frühlingssonne. Auf der Festung Ancud wohnen wir dem Auftritt von Don Alejandro bei, der in deutscher Sprache Lieder singt und Angela Merkel grüßen lässt. In Puñihuil kehren wir bei Kathrin aus Nürnberg ein und genießen das traditionelle Curanto. Dort besteigen wir einen Zodiak, der mit uns behutsam um die vorgelagerten Inseln tuckert, auf denen Pinguine, Kormorane und Pelikane eine intakte Symbiose bilden. Die Zeit scheint trotz der Dichte der Erlebnisse stillzustehen. Ein Tag voll Sonne ist perfekt für die Fahrt zum Osorno, wo wir am Fuße der Eisregion nach Belieben durch den Lavasand wandern und das Andenland genießen können. Wir sehen unwirkliche Gebilde aus erkalteter Asche und wildem Bewuchs in einer Fülle, die kein Bild einzufangen vermag. Derchile04 Río Pedrohue, der aus den argentinischen Anden kommend am Fuß des mächtigen Osorno entlang rauscht, zieht uns in diesem herrlichen Licht in einen besonderen Bann. Über den Lago Todos los Santos gelangen wir auf das Anwesen von Don Alejandro, der uns frische Lachsforellen mit hiesigem Wein kredenzt.

Der letzte Frühlingsmorgen im Süden ist uns in Puerto Montt vergönnt, dem Tor nach Patagonien. Die morgendlich geschäftige Stadt und der noch nachtträge Markt Anselmó könnten interessanter und gegensätzlicher nicht sein. Auf dem Rückflug über
die schneebedeckten Anden nach Santiago stellten wir uns die Frage „Welchen Zauber werde ich wohl noch erleben?“. Wir tauchen am letzten Tag noch einmal in die Magie der pulsierenden Metropole ein und besteigen am Abend unseren Flieger nach Frankfurt. Um dieses phänomenale Erlebniskino mit einem „Happy End“ zu komplettieren, schwebt unser Dreamliner am abendsonnenbestrahlten Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas, vorbei und steigt hinauf in die Wolken.

Der Sonne entgegen – maurische Pracht in Andalusien Zum Seitenanfang

Impressionen einer Reise durch den Süden Spaniens vom 18. bis 28. Juni 2016

andalusien01Unsere Reisegruppe mit insgesamt 23 Teilnehmern wurde am Flughafen Stuttgart von unserer Reiseleiterin Barbara Rükgauer von Schwaben International sehr freundlich in Empfang genommen. Auch unter den langjährigen Reiseteilnehmern war die Wiedersehensfreude groß. Gespannt und voller Erwartung erreichten wir via München Málaga, den Ausgangspunkt unserer Rundreise. Hier empfing uns Reiseführerin Angela, die uns auf der gesamten Rundreise begleitete. Auf die neugierige Frage, wo sie denn ihr perfektes Deutsch gelernt habe, erfuhren wir unter Schmunzeln, dass sie eine gebürtige Deutsche sei, die vor vielen Jahren die Liebe nach Spanien verschlagen habe. Vom Hotel in Torremolinos, direkt an der Costa del Sol, hatten wir einen herrlichen Blick aufs Mittelmeer. Gerhard Wittlinger berichtet im Folgenden von den Höhenpunkten einer beeindruckenden und sinnlichen Reise durch Andalusien.

Pulsierendes Málaga und lebendiges Córdoba
andalusien02Mehr oder weniger ausgeruht besichtigten wir am nächsten Vormittag bei einer Stadtrundfahrt die pulsierende Metropole
Málaga. Diese liegt am westlichen Rand des Mittelmeers in der gleichnamigen Bucht und ist das Herz der Costa del Sol.
Von der Gibralfaro-Burg genossen wir einen prachtvollen Ausblick auf den Hafen und die Altstadt. Blickfang war die Elisabethenkathedrale – mit nur einem Turm auch die „Einarmige“ genannt. Die zur freien Verfügung stehende Zeit nutzten
die Kunstliebhaber zum Besuch des Picasso Museums, in welchem über 200 Werke aus der Privatsammlung dieses weltberühmten Künstlers zu bewundern sind. Zuvor hatte uns Reiseführerin Angela bereits zum Geburtshaus und der Bronzestatue des Künstlers geführt.

andalusien06Auf der autobahnähnlichen Schnellstraße, gesäumt von in der Sonne leuchtenden Oleandersträuchern, erreichten wir die tausendjährige Weltkulturerbe-Stadt Córdoba. Sie ist ein Schmelztiegel von Vergangenheit und Gegenwart und ein lebendiges
Vermächtnis der verschiedenen Kulturen, die sich dort im Laufe der Geschichte niederließen. Staunend ließen wir uns vorbei
am Alcázar, dem einstigen Königspalast, durch eines der überragenden Bauwerk der Stadt und Wahrzeichen, die Moschee-
Kathedrale, führen.

In Ronda wurden wir von Angela bei einer Besichtigung der Stierkampfarena und einem Gang durch das Museum in die Geheimnisse des Stierkampfes eingeführt. Egal, wie man zu dieser Art der Unterhaltung stehe, sei diese doch ein nicht
wegzudenkendes, historisches Kulturgut.

andalusien05Glanzvolles arabisches Granada
Glanzvoller Höhepunkt unserer abwechslungsreichen Reise war der Besuch von Granada, zu Füßen der zum Teil noch schneebedeckten Sierra Nevada zwischen den Flüssen Darro und Genil. Die weltberühmte mächtige Alhambra beeindruckte uns immens. Der ursprünglich arabische Name bedeutet „roter Palast“ und leitet sich von der Färbung der Mauern ab. Ein Gang durch den Generalife-Palast und die botanischen Gärten vervollständigten unser Bild von diesem Weltkulturerbe. Ein Fotostopp im weißem Dorf Nerja an der äußerst fruchtbaren Costa Tropical bildete eine willkommene Unterbrechung auf der Rückfahrt nach Torremolinos. Die oft weiten An- und Rückreisewege mit dem Bus wurden uns durch interessante Informationen versüßt. Reiseführerin Angela machte uns vertraut mit der wechselhaften Geschichte sowie der wirtschaftlichen und politischen Situation Andalusiens.

Vielfältige Costa de la Luz
andalusien04Wir verließen unser Hotel in Torremolinos und machten uns auf den Weg an die Costa de la Luz am Atlantik. Bei einem Stopp in Marbella durften wir ehrfürchtige und staunende Blicke auf die luxuriöse Welt der „Schönen und Reichen“ werfen. Prinz Alfonso zu Hohenlohe hat dieses Imperium einst wesentlich mitgeprägt. Von einem Aussichtspunkt erblickten wir auf der Weiterfahrt in der Ferne den markanten Felsen von Gibraltar und erahnten die 14 Kilometer entfernte nordafrikanische Küste.

Die alte Handels- und Seefahrer Stadt Cádiz ist Partnerstadt der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die Ähnlichkeit dieser beiden
Städte ist deshalb auch verblüffend. Ein Bad in den Wellen des Atlantiks war eine willkommene Erfrischung nach einem heißen
Tag. Nach der Besichtigung einer renommierten Bodega in Jerez de la Frontera wurden wir in die komplizierte Herstellung des beliebten Sherryweines eingeweiht. Beschwingt und heiter verließen wir nach der Verkostung einiger vorzüglicher Jahrgänge diese gastliche Stätte.

Sevilla – die ausdrucksvolle Schöne
andalusien03Sevilla, die Hauptstadt der Provinz Andalusien, gehört wohl zu den schönsten Städten Spaniens. Diese Schönheiten vermittelte
uns Fatima, unsere humorvolle örtliche Stadtführerin. Wo soll man hier anfangen und wo aufhören? Ob Königspalast oder die größte Kathedrale, Besteigung der Giralda, dem Wahrzeichen der Stadt, oder die Plaza de España – jedes einzelne Monument ist ein beeindruckendes Erlebnis für sich. Auch die Zeugen der Weltausstellung 1929 und der Expo 1992 wurden uns nicht vorenthalten.

Der Besuch einer ausdrucksvollen und feurigen Flamencoshow vermittelte uns einen Einblick in die empfindsame Seele des andalusischen Volkes. Bei einem Abschiedsessen bedankten sich die Reiseteilnehmer bei ihrer Reiseführerin Angela für ihre liebenswerte Art, mit der sie kompetent und engagiert ihre wunderschöne Heimat nahegebracht hat. Angela war sichtlich berührt und bedankte sich ihrerseits insbesondere für die stete Pünktlichkeit der „Truppe“. Schon neugierig auf das nächstjährige Ziel traten wir erfüllt von den Eindrücken und Erlebnissen dieser gelungenen Reise den Heimflug an.

 

La vida „Loca“ – swingende Jazzklänge in den Anden. Zum Seitenanfang

La Vida_03Chile, das „Land mit einer verrückten Geografie“, 4.300 Kilometer lang und im Durchschnitt nur 180 Kilometer breit, mit Meereshöhen von null bis 7.000 Metern, schafft es nur selten in die weltweiten Schlagzeilen. Bei Katastrophen wie das große Erdbeben 2010 oder die verschütteten 33 Bergleute in der Kupfermine von San José. Land und Leute haben sich schnell wieder aufgerappelt und so kam es, dass die Lehrer Big Band Bayern in den Osterferien zu sieben Konzerten und zwei Workshops an Universitäten und Deutschen Schulen in Santiago de Chile, Valparaíso, Concepción und Melipilla eingeladen und die Konzertreise vom Goethe-Institut in München und Santiago unterstützt wurde. Nach 2012 in Brasilien war es die zweite Konzertreise nach Südamerika zusammen mit Schwaben International. Reinhard Sieber und Friedrich Held berichten von ihren einmaligen Erfahrungen.

Am Freitag vor den Osterferien machten sich 25 Mitglieder der Big Band über Frankfurt auf den Weg und landeten nach 16-stündigem Flug mit Zwischenstopp in São Paulo bei herrlicher Sicht während der Andenüberquerung mit Blick auf den Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas, in Santiago de Chile.

Musik verbindet die Kulturen

La Vida_07Unsere Konzertreihe mit internationalen und deutschen Kompositionen startete mit einem Open-Air-Konzert in Valparaíso – die bunte, mit Graffitis übersäte Stadt am Pazifik und UNESCO-Kulturerbe – im Parque Cultural, einem ehemaligen Gefängnishof. Hier, wie bei allen weiteren Konzerten, waren wir von den hohen Besucherzahlen und der großen Begeisterung positiv überrascht. Besonders gefeiert wurden die chilenischen Jazzmusiker Daniel Freiere (Posaune) und Pablo Vidal (Bass), die als Gastsolisten unsere Auftritte bereicherten. Einmal mehr zeigte sich, dass Musik die universale Weltsprache ist und über nationale und kulturelle Grenzen hinweg Menschen miteinander verbindet.

La Vida_02Überall löste zudem unser musikalisches Gastgeschenk – der vom Trompeter und Organisator Frieder Held eigens für die Reise arrangierte und bei jedem Konzert als Zugabe gespielte chilenische Titel „Loca“ (Verrückt!) von Chico Trujillo – kaum enden wollende Beifallsstürme aus. Die Konzertbesucher fingen wie in den alten Zeiten des Swings zwischen den Sitzplätzen zu tanzen an. In der lokalen Presse wurde die Band gar als beste Big Band Deutschlands gefeiert. Offizieller war das vorletzte Konzert zu den Feierlichkeiten am Colegio Aleman de Santiago „125 Jahre Deutsche Schule Santiago“ mit den Nationalhymnen beider Länder und einer Abordnung der Deutschen Botschaft in Chile. Aber selbst hier wurde am Schluss gesungen und getanzt.

Zwischen den Konzerten und den Proben blieb Zeit, die spanisch geprägte Altstadt von Santiago, das Museum des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda, den bunten Mercado Central, die Plaza de Armas, den Cerro Cristobal mit der Marienstatue, den Blick auf die eindrucksvoll nahen in den Himmel ragenden Anden, das Ausgehviertel Bellavista und in „Sanhattan“ den höchsten Wolkenkratzer Südamerikas zu bestaunen.

Ausflug in die chilenische Schweiz

La Vida_04Der Route der Panamericana folgte ein Ausflug in den sogenannten „Kleinen Süden“, der Region La Araucanía und dem Seengebiet, schlappe 780 Kilometer mit dem Bus. Fast wie am Bodensee fühlten wir uns in der Stadt Pucón am tiefblauen Villarrica-See. Hier gibt es in sichtbarer Entfernung einen aktiven Vulkan, der ständig brodelt und letztes Jahr Verwüstungen angerichtet hat. Dies hinderte jedoch zwölf Bandmitglieder nicht, den fünfstündigen Aufstieg über bröselige vulkanische Geröllböden und mit Steigeisen, Helm und Schutzkleidung ausgerüstet über Schneefelder zu wagen und dem Villarica auf 3.000 Metern Höhe in den heißen Schlund zu schauen. Er ist einer von nur drei Vulkanen auf der Erde, bei denen man die glühende Lava betrachten kann, vorausgesetzt die nach Schwefel riechenden Dampfschwaden vertreiben einen nicht von der Kraterkante.

La Vida_05Es folgten Auftritte in Concepción, wo uns leider der Zutritt auf das im Salpeterkrieg erbeutete Panzerschiff Huáscar wegen Renovierungsarbeiten nicht möglich war, uns aber schwergewichtige Seelöwen mit Showtalent aus nächster Nähe zum Schmunzeln brachten. Zurück in Santiago bestritten wir noch zwei Konzerte und genossen die letzten Stunden vor der Rückreise. Bis Frankfurt hatten wir viel Zeit, über das Erlebte zu sinnieren. Wir – und der Jazz – haben viele neue Freunde gewonnen. Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort hat uns einfach überwältigt.

Die Lehrer Big Band Bayern bestritt in Chile ihre elfte erfolgreiche Auslandstournee. Der 1993 gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kunst und Kultur im Bereich der Big-Band-Musik an Schulen zu fördern. Verwirklicht wird dies durch Konzerte und Fortbildungen. Das künstlerische Repertoire reicht von Swing, Bebop, Blues, Balladen, Latin bis hin zu Funk. Nicht nur auf ausländischen Gastspielen, sondern mittlerweile auch auf vier CDs kann man dem breiten Spektrum der Band lauschen.Weitere Informationen gibt es unter www.lbb-bay.de

Wo Träume in Erfüllung gehen – Fanfarenzug tourte durch Brasilien Zum Seitenanfang

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit starteten Ende Oktober 2015 44 Musikanten zur sechsten Weltreise des Fanfarenzuges Zell 1959 e. V. nach Brasilien, organisiert von Schwaben International. Nach rund 30-stündiger Reisezeit via Frankfurt und São Paulo traf die Gruppe in Foz do Iguaçu, dem Ausgangspunkt der Tournee ein. Bernd Leimgruber berichtet von den Erlebnisse der Reisegruppe.

Die weltberühmten Iguaçu Wasserfälle

Reisebericht10Gleich am nächsten Tag ging es zu den imposanten Wasserfällen von Iguaçu. Auf etwa drei Kilometern stürzen sich die Wassermassen in rund 280 einzelnen Wasserfällen zu Tale. Ein gigantisches Bild. Die Luft war voll von Gischt, sodass die extra gekauften Ganzkörperkondome auf den Laufstegen über den Fällen auch nicht viel nutzten. Der Rio Iguaçu bildet die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Von der brasilianischen Seite aus hat man einen herrlichen Panoramablick auf das gewaltige Naturschauspiel. Anschließend fuhren wir zu dem gewaltigen Itaipu Staudamm. Dieser wurde in den 70er-Jahren von Brasilien und Paraguay gebaut. Während der Fahrt über die riesige Staumauer überquerten wir auch die Grenze nach Paraguay. Heute werden hier zirka 15 Prozent des brasilianischen und 80 Prozent des paraguayischen Stroms erzeugt.

Einen Tag später besuchten wir die Wasserfälle auf der argentinischen Seite, wo wir kilometerweit über Stege die einzelnen Wasserkaskaden bewanderten. Außer einer atemraubenden Bootsfahrt stand noch unser erster Auftritt in Argentinien auf dem Programm. An den Abenden entspannten wir am Swimmingpool und genossen das leckere brasilianische Essen am Spieß.

Jeder Ort hatte seinen Charme

Reisebericht07Nach den ersten Tagen der Eingewöhnung begann unsere Tournee durch das südliche Brasilien. Insgesamt vier Auftritte in Porto União, Lages, São Joaquim und Canoinhas standen auf dem Programm. Hierfür mussten wir mit zwei großen, bequemen Bussen rund 1.500 Kilometer durch verschiedene Bundesstaaten reisen. Die wurden auch benötigt, um das ganze Gepäck zu transportieren. Bis in die letzte Ecke waren unsere Koffer, Instrumente, Uniformen und Gastgeschenke verteilt.

Zwei Mal spielten wir das Programm gemeinsam mit der örtlichen Jugendkapelle. Die beiden anderen Auftritte konnten wir selbst gestalten. Hierfür hatten wir uns einiges einfallen lassen. Alle 44 Mitreisenden wirkten bei den Auftritten mit. Dabei war eine Gruppe mit Zeller Fasnachtskostümen und den dazugehörenden Masken. Alt-FGZ-Präsident Helmut Mond und seine Frau Ruth präsentierten sich in der Zeller Tracht und aus Basel war die Dudelsackspielerin Christine Keller mit an Bord. Zudem hatten wir unsere Mülleimer Percussion Gruppe neu aufgestellt und unsere Mädels führten den Cup-Song auf.

Reisebericht06An jedem Auftrittsort wurde ein Trikot der Deutschen Fußball Nationalmannschaft bzw. ein WM-Ball 2014, jeweils versehen mit der Originalunterschrift von Bundestrainer Joachim Löw, verschenkt. Beim Thema Fußball waren die brasilianischen Zuhörer zuerst meist skeptisch eingestellt. Trotzdem fanden die vom DFB zur Verfügung gestellten Autogrammkarten der deutschen Nationalspieler reißenden Absatz unter den Jugendlichen.

Deutschstämmige Zuhörerschaft

Unter dem Publikum waren viele Deutschstämmige, die in dritter, vierter oder sogar fünfter Generation hier leben und die immer wieder das Gespräch mit uns suchten. Die Brasilianer sind durch und durch nette, zuvorkommende Menschen. Selbst die drei Besuche beim Arzt und im Krankenhaus waren geprägt von einem freundlichen Miteinander. Noch bevor der Arzt die Spritze auspackte, zeigte er erst noch seine Urlaubsfotos vom Schwarzwald und den Triberger Wasserfällen. Aber auch die Kultur sollte nicht zu kurz kommen. Wir besichtigten neben der zweitgrößten brasilianischen Estátua de Jesus in Porto União auch eine über hundert Jahre alte Deutsche Brauerei, eine Schnapsbrennerei sowie eine Matetee Fabrik.

Rio de Janeiro: Visionen und Träume gehen in ErfüllungReisebericht04

Zum Abschluss unserer Reise flogen wir von Curitiba nach Rio de Janeiro. Eine Metropole, in der Träume in Erfüllung gehen. Beim Empfang nach der ersten Reise zur Steubenparade in New York im Jahr 1975 hatte Hans Fräulin dem damaligen Fanfarenzugmacher Herbert Kummle die Frage gestellt: „Wohin geht die nächste Reise?“ Dieser antwortete spontan: „Nach Rio.“ Und der Traum des damaligen Vorsitzenden Bernd Leimgruber, zum 50-jährigen Vereinsjubiläum in der Südsee unter Palmen zu sein, ging zumindest in Teilen in Erfüllung. Das Foto am Strand der Copacabana unter Palmen liefert den Beweis.

Der erste Nachmittag in Rio stand zur freien Verfügung, ob am Swimmingpool auf dem Dach des Hotels, beim Eintauchen in die Wellen an der berühmten Copacabana oder bei der Besichtigung des Maracana Stadions. Am nächsten Morgen erklommen wir per Zahnradbahn den 709 Meter hohen Corcovado oder „Buckelberg“. Der 38 Meter hohe „Erlöser“ zeigte sich jedoch nur im dichten Nebel, sodass das geplante Gruppenfoto zur Enttäuschung aller ins Wasser fiel. Auf der Rückfahrt entschlossen wir uns dann, das Foto an der Copacabana unter Palmen nachzuholen. Nach einem Bad unter dem Zuckerhut wurde der letzte Abend eingeläutet, der bis tief in die Morgenstunden dauern sollte.

Mit der Gondelbahn auf den Zuckerhut

Reisebericht05Am letzten Tag stand der Besuch des Zuckerhutes auf dem Programm. Mit zwei Gondelbahnen, man fühlte sich an James Bond und seinen Kampf mit dem „Beißer“ erinnert, ging es in die Höhe. Wir genossen den einmaligen Blick auf Rio de Janeiro und die Copacabana. Unsere Bitten wurden erhört und die Christusstatue zeigte sich gegenüber auf dem Corcovado in einem nebelfreien Fenster und machte so seinem Namen als „Erlöser“ alle Ehre. Nach einem kurzen Abstecher in die Altstadt Rios hieß es dann Abschied nehmen und nach 30 Stunden Reise standen wir wieder am Zeller Bahnhof, im Gepäck viele schöne Erinnerungen und spannende Erlebnisse

Polen – zwölftägigen Rundreise durch das Nachbarland Zum Seitenanfang

Polen glänzt mit schönen Städten, unverfälschter Natur und herzlicher Gastfreundschaft – Bei der zwölftägigen Rundreise durch das Nachbarland gehen so manche Vorurteile über Bord

Eine Reisegruppe mit fast 30 Personen aus ganz Deutschland traf sich am 23. Juni 2015 am Flughafen von Kraków. Die Freude war groß, den einen oder anderen von früheren Reisen wieder zu treffen. Unser fröhlicher Reiseleiter Maco und sein Busfahrer Flodek erwarteten uns bereits. Trotz Rush-Hour erreichten wir binnen kurzer Zeit unser zentral gelegenes Hotel Matejko. Barbara Rükgauer von Schwaben International berichtet nachfolgend von den vielen Eindrücken und Erlebnissen der Reisegruppe.

Was einem in Polen sofort auffällt: alles ist picobello sauber! Man findet so gut wie keine Zigarettenkippe auf dem Boden. Auffallend ist auch, dass es hier noch an fast jeder Ecke einen kleinen „Tante-Emma- Laden“ gibt. Hier bekommt man so ziemlich alles, was man benötigt oder auch nicht. Auf einem Spaziergang lernten wir am nächsten Tag die schöne Stadt Krakau (Krakow), das „polnische Florenz“, kennen. Der herrliche Marktplatz wird von den Tuchhallen und der interessanten Marienkirche beherrscht, in der der größte Altar des Nürnberger Bildhauers Veit Stos steht. Unübersehbar thront über der Stadt das Wawelschloss mit seinen Kunstschätzen und den Grabmälern einstiger Herrscher. In Kazimierz, dem Judenviertel Krakaus, wurde der bekannte Film „Schindlers Liste“ gedreht. Am Abend aßen wir in einem rustikalen Restaurant die typische polnische Spezialität Piroggen, vergleichbar mit unseren Maultaschen. Tags darauf besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. Der Name ist Symbol geworden für die bis heute unfassbare fabrikmäßige Ermordung von Menschen durch die Nazis. Nur wenige Inhaftierte haben überlebt. Unsere Reiseleitung hat uns diese schlimme Zeit mit sehr viel Feingefühl noch einmal vor Augen geführt, sodass man sich gut vorstellen konnte, was sich in Auschwitz Entsetzliches abgespielt hat.

Kleine Zwerge erobern Breslau
Nächstes Reiseziel war Breslau (Wrocław), das zu den ältesten und schönsten Städten in Polen zahlt. Das „Venedig Polens“ liegt einzigartig auf zwölf Inseln der Oder, am Fuße des Sudetengebirges. Auf einem Stadtrundgang erlebten wir den Marktplatz mit seinen bunten Häusern, die Universität, die Dominsel mit der imposanten Kathedrale und die für Breslau typischen Zwerge. Diese klettern Laternenpfahle empor, sitzen auf Fensterbanken, hängen an Hauswänden, drohen in die Oder zu fallen oder lümmeln sich auf Platzen herum. Sie sind etwa 30 Zentimeter groß und aus Bronze gegossen. Im Sommer 2001 tauchten die ersten Klein-Wrocławer als verrücktes Projekt einiger Absolventen der Hochschule der Schönen Künste auf. Symbolisch gesehen waren sie Teil der Freiheitsbewegung gegen die kommunistische Zwangsherrschaft.
Weiter ging es über den Wallfahrtsort Trebnitz nach Posen (Poznan), das buchstäblich ins Wasser fiel. Es goss in Strömen. Trotzdem bewunderten wir die schöne Altstadt mit ihren sehenswerten, bunten Häuserfassaden. Auch in Thorn (Torun), das wir am nächsten Tag besichtigten, war uns der Himmel zunächst nicht gewogen. Nachdem sich jedoch manch einer von uns einen Schirm gekauft hatte, blinzelte die Sonne wieder auf die Geburtsstadt des berühmten Astronomen Nikolaus Kopernikus nieder.

Danzigs hanseatisches Flair
Danzig (Gdansk) muss man gesehen haben. Da waren sich alle einig. Jeder war begeistert von der schönen Hansestadt. Erstmals 997 erwähnt, bildet es mit Zoppot und Gdingen die gemeinsame Dreistadt. Der Großteil der Attraktionen lässt sich gut zu Fuß erkunden. Eng beieinander befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie das Goldene Haus, der Artushof, das Krantor, der Neptunbrunnen, die Marienkirche und das Goldene Tor. Von Danzig aus machten wir einen Abstecher nach Zoppot, der wohl beliebteste polnische Kur- und Ostseebadeort mit seinem schönen, langen Sandstrand. Die Mole ist die Hauptattraktion unter den Sehenswürdigkeiten. Auf dem Ruckweg nach Danzig erwartete uns im Dom von Oliva ein herrliches Orgelkonzert.

Masurische Seenplatte
Auf dem Weg dorthin machten wir einen Fotostopp bei der trotzigen Marienburg (Malbork). Stolz am Ufer der Nogat erhebt sich die gewaltige Ordensburg aus dem 13. Jahrhundert, eines der wertvollsten europäischen Baudenkmaler des Mittelalters. Nach dem Besuch der Wolfschanze, Hitlers Hauptquartier wahrend des Zweiten Weltkrieges, erreichten wir unser Hotel Masuria in einer idyllischen Waldlandschaft, direkt am See. Ein Ort, an dem sich „Fuchs und Hase gute Nacht sagen“. Absolute Ruhe, nur Vogelgezwitscher und Froschgequake. Dann erlebten wir die faszinierenden Masuren: ein See reiht sich an den anderen, unberührte Naturlandschaft und jede Menge Storchennester wechseln sich ab.
Von Nikolaien, dem beliebtesten Ferienort, ging es mit der „Weisen Flotte“ auf den Spirdingsee, dem mit 120 km2 größten See der Masuren. Am Nachmittag stand eine romantische „Stakenbootsfahrt” (Stocherkahnfahrt) auf dem Flüsschen Kruttinna auf dem Programm. Ein unvergessliches Erlebnis: glasklares Wasser mit grünen Algen und bunten Kieselsteinen und dazu ein strahlend blauer Himmel.

Warschau – Architektonisches Experimentierfeld
Am liebsten hätten wir in den Masuren noch eine Woche dran gehängt, aber jetzt stand Warschau (Warszawa) auf dem Programm. Die ewigen Rivalen, die Hauptstadt Warschau und die heimliche Hauptstadt Krakau, machen sich nach wie vor den ersten Rang als Reiseziel streitig. Unsere örtliche Reiseleiterin zeigte uns stolz die Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstadt. Vor allem der Łazienki Park mit dem Chopin Denkmal und die im Krieg völlig zerstörte und heute wieder restaurierte Altstadt haben uns sehr gut gefallen. Warschau
ist mittlerweile ein Experimentierfeld für die renommiertesten Architekten der Welt, darunter Daniel Libeskind, der den Freedom Tower auf Ground Zero baute. Bei einem deftigen Abendessen in einem Altstadtrestaurant lies einer unserer Teilnehmer die Reise Revue passieren und meinte, dass sie zu den schönsten Touren gehöre, die er je mit uns gemacht habe. Und das waren schon einige. Dachte man bei Polen vielleicht an Bauern, den Papst, Autodiebe oder Plattenbau, dann sollte man seine Meinung ganz schnell revidieren. Polen ist ein Land, das eine rasante Entwicklung hinter sich hat und zu einer selbstbewussten Nation herangewachsen ist. Jeder von uns genoss die einmalig schönen Städte und paradiesischen Naturlandschaften, die schmackhafte polnische Küche und vor allem die polnische Gastfreundschaft.
Fotos: Margarete Rükgauer-Flusche

Lehrer Big Band auf Tournee in BrasilienZum Seitenanfang

Die Lehrer Big Band aus Bayern war mit fast 60 Personen auf Tournee in Brasilien

Vom 30. März bis 14. April 2012 ging es für die Lehrer auf eine Konzertreise, die von Schwaben International organisiert wurde. Sichtlich beindruckt von der schönen Reise mit großartigen Erlebnissen und Eindrücken schildert Friedrich Held nach der Rückkehr der Gruppe in einem kurzen Bericht die Höhepunkte ihres Aufenthaltes, den wir nachfolgend auszugsweise veröffentlichen.

„In Florianopolis, unserem Zielflughafen stiegen wir in unerwartet komfortable Busse ein. Man konnte es sich hier liegestuhlähnlich bequem machenund die vielen Buskilometer waren mehr Erholung als Anstrengung. Hilario, der Fahrer des ersten Busses mit pommerischer Herkunft, verdient unser höchstes Lob. Stets war er hilfreich um uns besorgt, dachte und plante mit, zeigte uns die besten Rastätten und war ein souveräner Fahrer, der noch heute kein Navi benötigt.

Die 1850 gegründete Stadt Blumenau war unsere erste Reisestation. Im Hotel Himmelblau fanden wir eine angenehme Bleibe. Der deutsch geprägte Ort mit Fachwerkhäusern und vielen deutsche Namen an Geschäften und Straßenschildern bildete den „sanften“ Einstieg in die brasilianische Hemisphäre. Melita, unsere dortige Kontaktperson, hatte unser sonntägiges Konzert bestens vorbereitet und stand uns stets hilfreich und voller Energie zur Seite.

In der Kleinstadt Timbo mit ihren zahlreichen deutschen und italienischen Einwanderern spielten wir vor vielen Zuhörern bei einer Open-Air-Veranstaltung auf dem Marktplatz. Auch dort fühlten wir uns sehr willkommen und unsere Musik stieß auf großes Interesse beim Publikum.

Entre Rios, nächstes Reiseziel unserer Big Band, ist ein überaus sauberer und wohlorganisierter Ort mit freundlichen Bewohnern, die die Tradition ihrer ursprünglichen, für unsere Ohren aber ungewohnten deutschen Dialekten ungebrochen pflegen. Die tüchtigen Einwohner haben es in den 60 Jahren seit ihrer Einwanderung weit gebracht. Unser Konzert fand in einem Kulturgebäude statt, das sich so manche deutsche Kleinstadt wünschen würde. Das örtliche Museum lohnt in jedem Falle einen Besuch. Es führte uns die Geschichte der Bewohner und ihre mitgebrachten Traditionen in eindrucksvoller Weise vor Augen.

Weiter ging es nach Iguacu. (…) Je weiter man sich dem Talende näherte, desto grandioser zeigte sich das Naturschauspiel der Wasserfälle in seiner ganzen Größe und Gewalt. Einige von uns schlossen sich einer Floßfahrt an, zwar nicht billig, aber absolut lohnend. Hier fühlte man die kindliche Freude am Nass, fuhren die Schlauchboote doch bis in die Wasserfälle hinein und fegten mit Vollgas über Wellen und Kurven.

(…) In Sao Paulo waren wir wieder als Musiker aktiv. Unser Kontaktinstitut hatte in vorbildlicher Weise die Auftritte in den zwei großen Unidades vorbereitet. Diese Schulzentren sind mit allem ausgestattet, was man sich als Lehrer wünscht, allerdings erschlägt einen fast die Größe. Der Höhepunkt unser Auftritte fand im Club Atlantico statt, einem Treffpunkt von Geschäftsleuten und niveauvollen Menschen mit deutschsprachigen Wurzeln. Unser Konzert dort war viel beachtet und hatte großen Erfolg. Leider verpassten wir den Ministerpräsidenten Horst Seehofer (oder er uns?), der zwei Tage vor uns den Abend in diesem Club verbracht hatte.

(…)Für jemand wie mich, der das Land schon 1988 und 1990 auf Tourneen kennengelernt hat, war der nachhaltigste Eindruck die Entwicklung Brasiliens. Die Gebäude waren in viel besserem Zustand, ebenso die Straßen. Überall sah man Wachleute und mit Metro und Busen konnte man sehr schnell zurechtkommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass alle aus unserer Reisegruppe voller nachhaltiger Eindrücke und wohlbehalten nach Bayern zugekehrt sind.“

Auf den Spuren der AuswandererZum Seitenanfang

Auf den Spuren der Auswanderer
Unser Vorstandsmitglied Herr Hans-Joachim Reissner berichtet:

Zwischen 1824 bis nach dem zweiten Weltkrieg wanderten ca. 250.000 Deutsche nach Brasilien aus. Schwaben International pflegt schon seit Jahrzehnten intensiv den Kontakt zu den deutschstämmigen Auswanderern in ganz Lateinamerika, besonders aber zu Brasilien. .

Fünfzehn reiselustige Freunde von Schwaben International trafen sich deshalb am Samstag, den 03. November 2012 auf dem Frankfurter Flughafen, um sich auf die Spuren der deutschstämmigen Auswanderer zu begeben.

„Nach einem langen Flug nimmt uns unser ortsansässiger Reiseleiter in Rio de Janeiro in Empfang, um mit uns gleich auf den berühmten Zuckerhut zu fahren, damit wir einen ersten Rundblick über diese faszinierende Stadt bekommen. In einem sehr netten Hotel direkt an der weltberühmten Copacabana erholen wir uns zunächst von der doch strapaziösen Reise. Einige Mutige werfen sich sogar noch in die Wellen des Atlantiks. Am anderen Tag muss natürlich auch der Corcovado mittels der Zahnradbahn durch den brasilianischen Dschungel bestiegen werden. Zunächst versperren dichte Nebelbänke die Sicht, die dann aber immer wieder aufreißen und phantastische Ausblicke auf die Stadt, die Strände und die Berge ermöglichen. Unser sehr guter Reiseführer lotst uns dann zu Fuß durch die quirlige, menschenüberflutete Stadt zum berühmten Cafe Colonia, das überfüllt ist. Im Cafe Rosa, wo schon der letzte Kaiser von Brasilien verkehrte, trinken wir brasilianisches Cafe, quetschen uns in die überfüllte Metro und fahren zurück zum Hotel. Am Dienstag, nach einem ausgedehnten Frühstück auf der Sonnenterrasse des Hotels, geht’s mit dem Bus zum Flughafen zum Weiterflug nach Porto Alegre, wo uns der Präsident der Vereinigung der „Deutsch Brasilianischen Gesellschaften“ Herr Globig und ein leider nur schlecht deutsch sprechender Reiseleiter empfängt.

Der Tag steht ganz im Zeichen des Besuches der Pastor Dohms Schule in Porte Alegre. Die Schule ist Schwaben International durch den regen Schüleraustausch seit Jahren besonders verbunden. Da sich unter den Reiseteilnehmern auch Gasteltern befinden, gibt es manch herzliches Wiedersehen mit einigen Lehrerinnen. Diese Privatschule, die der evangelischern Kirche nahe steht, pflegt sehr intensiv die deutsche Sprache und Kultur, wovon wir uns in Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern einer unteren und einer oberen Klasse überzeugen konnten. Nachdem die Stadtrundfahrt und die Suche nach einem Lokal ziemlich chaotisch verliefen, hat der Reiseleiter auf Drängen der Reiseleitung von Schwaben International dann eine sehr gut sprechende ortsansässige Reiseleiterin engagiert, die uns dann die Sehenswürdigkeiten dieser charmanten Stadt zeigte. Am Abend treffen wir uns mit dem „ Deutschen Männerchor „ Coro Masculino 25. Juli de Porto Alegre“ in deren Clublokal zu einem zünftigen Churrasco. Das Bier fließt in Strömen, die Stimmung steigt, gemeinsam werden viele deutsche Volkslieder gesungen.

Unsere „Ersatzreiseleiterin„ begleitet uns dann am Freitag zum Einwanderermuseum in Sao Leopoldo. Es ist schon faszinierend, welche manchmal banalen Kleinigkeiten die Auswanderer auf ihre abenteuerliche Fahrt mitgenommen haben, um sich wenigstens noch eine winzige Erinnerung an die alte Heimat zu bewahren. Aber wir mussten auch erfahren, dass manche der ersten deutschen Aussiedler noch Sklaven gehalten haben. Wir erreichen dann Gramado, die deutsche „Touristen Stadt“, die sich im bombastischen weihnachtlichen Schmuck präsentiert. Es ist schon eigenartig bei 28 Grad im Schatten vor Weihnachtsbäumen mit künstlichem Schnee zu stehen. Nach einer Übernachtung in einem wunderschön gelegenen Hotel, an dessen Pool in lauer Luft der Abend verbracht wurde, erreichen wir nach endlos langer Fahrt durch abwechslungsreiche Landschaften endlich Blumenau, wiederum eine deutsche Stadt mit Fachwerkhäusern, deutschem Bier , Wurst und Sauerkraut. Der absolute „deutsche Höhepunkt „ ist aber dann der Besuch von Pomerode, das hauptsächlich von Pommern gegründet wurde. Unter dem „romantischen„ Stadttor werden Unmengen von Erinnerungsfotos geschossen.

Am anderen Tag bringt uns der Bus nach einem Zwischenstopp bei den bizarren Felsformationen von Vila Velha nach wieder endloser Fahrt und herrlichem Sonnenuntergang nach Entre Rios. Das Dorf zwischen den Flüssen wurde von rund 500 Familien von Donauschwaben ab dem Jahr 1951 gegründet und ist heute eine Mustersieldung mit genossenschaftlich betriebener Getreidemühle und einem neuem Museum. Beide Einrichtungen hinterlassen bei uns einen nachhaltigen Eindruck. Am Abend kehren wir bei der Familie Reichert und ihrem Lokal Donaubier mit eigener Hausbrauerei ein. Für den Verfasser war es sicher eines der beeindruckendsten Erlebnisse der Reise mit einem Zeitzeugen zu reden, der im Jahre 1951 hierher kam und die Entbehrungen, die harten Zeiten des Aufbaus erlebt und erlitten hat. Der 92 jährige Herr verabschiedet uns mit Tränen in den Augen.

Nun steht uns sicher der „Höhepunkt“ unserer Reise bevor. Wir fahren wieder sehr lange nach Iguacu. Gleich nach dem Einchecken im Hotel geht’s auf die brasilianische Seite dieses Naturwunders. Auf einer Breite von ca. 2,7 km stürzt das Wasser bis zu 82 Meter in die Tiefe. Am anderen Morgen machen wir uns schon sehr zeitig auf den Weg, um auf die argentinische Seite der Fälle zu kommen. Wir erreichen die erste Bahn und haben das Glück noch nicht vom Besucherstrom getrieben und gedrängt zu werden. Faszinierend schauen wir in den „Teufelsschlund“, in den sich die Wassermassen mit ohrenbetäubendem Getöse stürzen. Relativ feucht, aber glücklich erreichen wir wieder das Hotel, um aber gleich zum Flughafen aufzubrechen und nach Rio zu fliegen. Hier haben wir 6 Stunden Aufenthalt, die aber trotzdem eigentlich schnell vergehen. Die letzten Rials werden zusammengelegt und in Bier umgesetzt. In Frankfurt erwartet uns wieder Novemberwetter. Eine gelungene Reise geht zu Ende. Sie war nicht zuletzt deshalb so gelungen, weil sich alle Reiseteilnehmer von Anfang an so gut verstanden haben. Viele würden sich sicher freuen, sich bei einer anderen Reise wieder zu begegnen.“

Die Fellbacher Trollinger auf Chorreise in Irland – September 2012Zum Seitenanfang

Ein Bericht von Rolf Kiesel!

Grüne Landschaften, historische Gemäuer, Pub-Atmosphäre und grandiose Tanzshows: Der Männerchor der Fellbacher Trollinger hat bei seiner Irlandreise eine Menge erlebt – nur kein typisch englisches Wetter. Im vierjährigen Rhythmus gehen die Sänger miteinander auf die Reise und haben mit Schwaben International schon ganz unterschiedliche Ecken der Welt erkundet.

Schon seit den 70er Jahren sind die Fellbacher Trollinger immer wieder miteinander auf Tour und lassen sich von Schwaben International ein spannenendes Programm ausarbeiten. Mit der Steubenparade und Florida standen in den 70er-Jahren zwei mal die USA auf dem Programm, 1983 ging es nach Südafrika, dann nach Ungarn, nach Brasilien und in die Toskana. Im Jahr 2000 führte die Reise über den großen Teich nach Kanada, danach waren Spanien und Südpolen Reiseziele. Von der jüngsten Reise nach Irland erzählt Chor-Organisator Rolf Kiesel.

In Dublin, der lebendigen Weltstadt mit tausendjähriger Geschichte, gaben wir mit einem örtlichen Ortensemble unser erstes weltliches Konzert auf der Reise. Neben der mitteralterlichen Kathedrale und der Guinness-Brauerei sind auch die vielen und oft urigen Pubs im Ausgehviertel Tempelbar legendär und nahmen uns in ihre besondere Atmosphäre auf. Selbst eine alte Kirche kann in Dublin zum Pub werden: Altar und Kirchenbänke abgebaut, eine umlaufende Schanktheke und passende Sitzmöbel eingebaut – und das 1762 erbaute Gotteshaus ist eine stimmungsvolle Bar.

Frisch gezapftes Guinness bekamen wir aber auch im Guinness Storehouse, einer ehemaligen Bierbrauerei. Wir besichtigten den fünfstöckigen Stahlgerüstbau und informierten uns über die alte Braukunst.

Durch die Wicklow Mountains, dem „Garten Irlands“, ging es zur ehemaligen, frühchristlichen Klosteranlage in Glendalough, zur Burg Kilkenny mit ihrer weiten Parkanlage und zur Burgruine auf dem Rock of Cashel, einem der geschichtsträchtigsten Orte Irlands.

Landschaftliche Vielfalt und musikalische Begegnungen
In Killarney im Südwesten Irlands erlebten wir eine grandiose irische Musik- und Steptanzshow: Die Oberkörper der Tänzerinnen und Tänzer bleiben beinahe bewegungslos, während sich die Füße rasant bewegten. In der Kathedrale von Killarney stimmten wir ein Lied an, bevor wir zum Tagesausflug auf die Halbinsel Ring of Kerry aufbrachen. Sie überraschte mit ihrer landschaftlichen Vielfalt und dem vom Golfstrom beeinflussten, beinahe mediterranen Klima. Der irische Reiseleiter mit fast unerschöpflichem Wissen steuerte viele spannende Details bei – zum Beispiel, dass regelmäßig die hohen Rhododendron-Büsche vernichtet werden, weil Sie als Gefahr für die heimische Flora gelten. Die vielen Schafe und Lämmer werden dagegen offenbar nicht verspeist, zumindest finden sie sich in keinem Restaurant auf der Speisekarte.

Schwindelerregend war der Blick in die Tiefe von den Klippen von Moher. Und der gemeinsame Auftritt beim Kirchenkonzert mit einem örtlichen Chor in Galway mündetet wieder in einem gemütlichen Pub-Abend. Weitere Abstecher führten uns nach Connemara mit seinen Sümpfen und Mooren, zur malerischen Benediktinerabtei Kylemore Abbey und in die älteste Whiskeybrennerei Irlands, die heute ein Museum ist.
Fazit: Irland war sehr interessant und ist immer eine Reise wert. Man sollte nicht glauben, das Wetter dort wäre typisch “englisch“. Ganz im Gegenteil, wir erlebten Irland – klimatisch gesehen – durchaus mitteleuropäisch.

Auf dem Pferderücken über die 5th AvenueZum Seitenanfang

Die Hohenzollern-Kürassiere entdeckten New York und nahmen an der Steubenparade teil.

Ein großartiges, faszinierendes Erlebnis für das, von der ersten bis zur letzten Stunde des Aufenthaltes, nur schwer die erhebenden Worte gefunden werden können, um diese einmalige Reise zu beschreiben.
Das Rahmenprogramm ließ keine Wünsche der 42 Reiseteilnehmer offen. Durch die perfekte Vorbereitung war ein reibungslose Ablauf gesichert.
Nach Ankunft 16.00 Uhr amerikanischer Zeit am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus in die Stadt New York/Manhattan. Mit großen Augen und neugierig konnten wir zum ersten Mal die Skyline von Manhattan sehen. Eine Stadt mit unglaublich vielen Gesichtern. Ein Panorama mit Wolkenkratzern, Bürogebäuden, Museen, dem Empire State Building mit 380m und 80 Stockwerken das höchste Bauwerk, Rockefeller Center usw. Der Drang nach oben blieb nicht aus. Im Nu konnte man mit schnellen Aufzügen die Aussichtsplattformen erreichen. Fantastische, atemberaubende Ausblicke auf ganz Manhattan fanden größte Bewunderung und Staunen vor einer solchen großartigen Architektur. Zu den berühmtesten Strassen und Plätzen zählt der Times Square. Die Einkaufs- und Shoppingmeile ist nach wie vor das Herzstück der Stadt.

Am Freitag folgte eine 4-stündige Stadtrundfahrt mit Reiseleiterin durch den weltberühmten „Big Apple“, die uns zu den besonders großen und interessanten Sehenswürdigkeiten führte. Bei einer lustigen Schifffahrt um Manhattan, Freiheitsstatue usw. bot sich den Teilnehmern ganz besonders schöne Bilder. Am späten Vormittag galt es beim Empfang der Steubenparadenteilnehmer am Foley Square anzutreten. Die Vorstellung der einzelnen Gruppen erfolgte durch das Komitee. Dabei gefiel das Trompetencorps der Hohenzollern-Kürassiere mit ihren flott vorgetragenen Musikstücken ganz besonders. Erinnerungsgeschenke wurden ausgetauscht. Am späten Nachmittag verabschiedeten sich die Kürassiere zum Probereiten in die Bronx. Es wurden 21 Pferde von den Kürassieren ausgesucht und geritten, die auch in der Lage waren die Trompeter im Sattel zu akzeptieren.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der German-American-Steuben Parade der eigentliche Höhepunkt der Reise. In 3 Trailern wurden die 21 Pferde zum Sattelplatz gefahren. Da diese Pferde noch nie an einem so großen Festzug teilgenommen haben, war die Anspannung bei Ross und Reiter besonders groß. Ein erhebendes, einmaliges und gleichzeitig spannendes Erlebnis für jeden Hohenzollern-Kürassier, hoch zu Ross an der Steubenparade teilzunehmen. Der Festzug auf der großen Fifth Avenue in New York City ist eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender.

Als einzige berittene Gruppe erhielten wir von den zahlreichen Zuschauern große Anerkennung. Lautsprecheransagen, überlaute Musik machten die Pferde leicht nervös.
Am Sonntag führte die Fahrt zur Gedenkstätte Gettysburg. Beeindruckend war der Besuch des Museums und des Schlachtfeldes aus dem Bürgerkrieg der Nord- und Südstaaten. Ein weiterer Besuch galt dem Soldatenfriedhof Arlington. Am späten Abend erreichten wir die Bundeshauptstadt Washington. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wurden bei einer Stadtrundfahrt mit Reiseleiter angesteuert, weißes Haus, Capitol usw.

Bevor wir am Donnerstag die Heimreise antraten galt der Besuch Stadt Philadelphia und der Vergnügungsmetropole Atlantic City. Trotz der vielen Unternehmungen stand jedem Teilnehmer eine angemessene Zeit zur freien Verfügung. Bei den Teilnehmern wird dieser schöne USA-Aufenthalt immer in Erinnerung bleiben.

Ein Koffer voller ErwartungenZum Seitenanfang

Fünfzig Blasmusikanten aus dem Vogtland gingen in der Zeit vom 19. Oktober bis zum 1. November 2012 mit Hilfe von Schwaben International auf eine große, lang ersehnte Konzertreise nach Florida. Selbst nach fast einem Jahr ist die Erinnerung an diese wunderschöne Zeit nicht verblasst. Lisa Gross erzählt.

Schon bei der Ankunft in Frankfurt wurde uns von Barbara Rükgauer, Geschäftsführerin von Schwaben International, beim aufwendigen Check-in geholfen. Alles hat wunderbar geklappt und wir saßen im großen Flieger in Richtung Land der unbegrenzten Möglichkeiten, einen Koffer voller Erwartungen im Gepäck. Nach langem, aber sehr angenehmem Flug sind wir am Ziel. Nach der Einreiseprozedur fuhren wir mit dem Bus in unser erstes Hotel. Spartanisch, aber gut war unser erster Eindruck – nur an die amerikanische Gelassenheit mussten wir Deutsche uns erst einmal gewöhnen. Der erste komplette Tag begann mit einer Rundfahrt durch Miami mit unserer tollen Reiseleiterin Gina, die oft für Spaß und Unterhaltung sorgte und viele interessante Informationen parat hatte. Nachdem wir die Stadt und viele fremde Pflanzen gesehen, viele typisch amerikanische Häuser bestaunt und einige Promi-Behausungen gesehen hatten, ging es abends zum Auftritt in Lauderdale-by-the-Sea.Den Sonntag verbrachten viele von uns am Strand von Lauderdale-by-the-Sea.

Dann hieß es das erste Mal Koffer packen. Wir besuchten Cape Canaveral. Tags darauf ging es nach Orlando. Die Vielfalt der dortigen Vergnügungsparks machte die Entscheidung, wohin es gehen sollte, nicht einfach. Gina gab Tipps, welcher Park für wen geeignet war. Jeder fand etwas Passendes und so hatten alle einen abenteuerreichen, tollen Tag. Am Mittwoch ging es unter Ginas Leitung auf den Weg nach Fort Myers. Dort gab es die Möglichkeit, im Golf von Mexiko baden zu gehen. Das türkisfarbene Meer und der weiße Sand begeisterten uns sehr. Am nächsten Tag lernten wir die Stadt bei einer Rundfahrt kennen. Außerdem brachte uns Gina nach Sanibel Island mit einem wundervollen weißen Sandstrand und ganz tollen Muscheln. Ein Großteil unserer Gruppe wünschte sich einen Ausfl ug in die Everglades, der am Freitag geplant war. Leider machte uns da Hurricane „Sandy“ einen Strich durch die Rechnung. Unsere Reiseleiterin reagierte schnell und wir fuhren zum Shopping in das größte Outlet-Center. Nach so viel Erholung ging es am Samstagabend mit vollem Elan nach Hollywood, wo wir einen tollen Konzertauftritt in fantastischer Atmosphäre hatten. Unsere Musik begeisterte viele ehemalige Deutsche, mit denen wir uns austauschen konnten. Auch die Versorgung stand unter einem deutschen Stern, da wir von deutschen Auswanderern versorgt wurden.

Am Sonntagnachmittag folgte ein weiterer Auftritt, diesmal in den German American Social Club in Kendall bei Miami. Dieser Auftritt war für uns der Schönste. Die Freude darüber groß, die komplette Busfahrt über wurde gesungen und gelacht. Ein Tagesausfl ug führte uns am Montag nach Key West – ein unvergesslicher Tag für alle. Nicht nur die Stadt selbst begeisterte uns, sondern auch die vielen Brücken, die wir passieren mussten, um überhaupt dort anzukommen. Die spontan gebuchte Fahrt mit dem Catamaran bildete einen Höhepunkt unserer Reise. Die zweistündige Fahrt in den Sonnenuntergang ist auch heute noch Gesprächsthema. Am Dienstag konnten wir doch noch die Everglades besuchen. Bei der Air-Boot-Fahrt konnten wir tatsächlich Alligatoren sehen und anschließend im kleinen Zoo der Everglades noch andere Tiere bestaunen. Leider war unsere tolle Reise damit auch schon vorbei. Gina brachte uns am Mittwoch zum Flughafen Miami. Der Abschied fiel schwer und mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck verließen wir Florida.

Die Wernesgrüner Blasmusikanten können sich nur recht herzlich bei Schwaben International bedanken. Alles war stets bestens organisiert und auf unsere vielen individuellen Wünsche wurde so gut wie nur möglich eingegangen.

nach oben

Schwaben InternationalSchwaben International | Tel.: 07 11 / 23 729 - 0 | Fax: 07 11 / 23 729 - 31 + 32 | E-Mail: info@schwaben-international.de

Unsere Reiseangebote 2017
 

Elftägige Rundreise durch Tibet mit Abschluss in Peking

Bella Italia – Historische Schätze, feurige Vulkane und herrliche Strände
Elftägige Rundreise nach Sizilien und zu den Liparischen Inseln vom 10. bis 20. Juni 2018

Magische Momente bei Sonne, Strand und Sambaklängen
Grünes Paradies: Die Kapverdischen Inseln vom 26. November bis 3. Dezember 2017

Afrika Pur – Namibia – 13-tägige Entdeckungsreise durch das faszinierende, unendlich weite Namibia

Unsere Flugangebote finden Sie hier